Döner, Dienste und Design - Berliner UnternehmerInnen

21.11.2009 - 28.2.2010

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Döner, Dienste und Design - Berliner UnternehmerInnen
Eine Werkstattausstellung zur Migrantenökononomie

Der Döner-Kebap ist eine Erfindung aus Berlin, und zwar von einem ehemaligen "Gastarbeiter" aus der Türkei. Die Erfolgsgeschichte des Fast-Foods ist in Deutschland ungebrochen - seinen Siegeszug durch Europa hat er bereits angetreten. Etwa 1.600 Döner-Imbiss-Betreiber gibt es in Berlin. Ihre Spieße erhalten sie längst von professionellen Produzenten. In den letzten 20 Jahren hat sich eine regelrechte Döner-Industrie entwickelt, die auch für die Ausstattungen sorgt. Die entsprechenden Zuliefererfirmen findet man im türkischen Branchenbuch für Berlin-Brandenburg.
Alle Unternehmer/innen haben zweierlei gemeinsam. Sie stärken das wirtschaftliche Rückgrat unserer Gesellschaft, und sie sind Migrant/innen oder deren Nachfahren. Die Arbeit dieser Selbstständigen wird in Fachkreisen als "Migrantenökonomie" bezeichnet. Dabei handelt es sich nicht mehr um eine Nischenwirtschaft. Neben den typischen kleinen Geschäften und Restaurants gibt es mittelständische Unternehmen im Dienstleistungsgewerbe und im Export; andere betätigen sich im Medien- und Kunstbereich. Sie sind aus Berlin nicht mehr wegzudenken, da sie einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlergehen und zur kulturellen Belebung der Stadt leisten.

 
 
 
  Angebot von Blumenerde im Garten-Center "Der Holländer", 2003, Foto: Sandra Steiß
© Museum Europäischer Kulturen
  Döner tiefgefroren, Remzi Kaplan
Foto - Metin Yilmaz, 2003
 

Eine Werkstattausstellung präsentiert dieses Thema mit Fotos und ausgewählten Objekten. Sie ist der Beitrag des Museums Europäischer Kulturen und des Nachbarschaftsmuseums e.V. zum EU-Projekt "Unternehmenskulturen in europäischen Städten", an dem Museen und Kultureinrichtungen aus sieben Ländern beteiligt sind (www.eciec.eu). Sie bezieht sich auf das Projekt "Migration, Arbeit und Identität" (2000-2003), das ebenfalls von der EU gefördert wurde.

Eröffnung, 20.11.2009, 19.00 Uhr mit "Migration Sound Spices mit DJ Johannes Heretsch www.globalution.de"

Museen Dahlem, Fabeckstr. 14-16 (bitte Eingang beachten)


Sonderveranstaltung zur Ausstellung:

Döner, Dienste und Design - Berliner Unternehmer/innen
Eine Werkstattausstellung zur Migrantenökonomie

26. November 2008, 11 Uhr
Ort: Museen Dahlem, Takustraße 40 (bitte Beachtung des Ortes)

Anlässlich der Berliner "Tage des Interkulturellen Dialogs 2009" (www.aric.de) findet im Museum Europäischer Kulturen eine Gesprächsveranstaltung statt.

"Was machst du später, Yasmin? Unternehmen: Zukunft" lautete das Projekt, das SchülerInnen der 9. Klasse der Carl-von-Ossietzky-Oberschule im Rahmen einer Projektwoche 2008 in Kreuzberg durchführten. Dieses Projekt erhielt eine Förderung durch den Berliner Projektsfonds "Kulturelle Bildung" und entstand in Kooperation mit dem Nachbarschaftsmuseum e.V., der Carl-von-Ossietzky-Oberschule, der Jugendorganisation "Schlesische 27" und dem Museum Europäischer Kulturen.
Die SchülerInnen interviewten Kreuzberger UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund zu ihren Berufsbiografien, um so eine Vorstellung von der Komplexität des Berufslebens für die eigene Lebensplanung zu erhalten. Unter künstlerischer Anleitung dokumentierten sie dann ihre Arbeit per Foto, Video und Text.

In der Gesprächsrunde werden die SchülerInnen ihre Recherchen und Ergebnisse vorstellen und mit SchülerInnen diesjähriger 9. Klassen diskutieren, wie das Wissen um die Vielfalt der Unternehmenskulturen in Berlin ihre Bewerbungsstrategien und Zukunftspläne beeinflusst. - Weitere Besucher sind bei dieser Veranstaltung willkommen.

Moderation: Dipl. Päd. Rita Klages

Veranstalter: Museum Europäischer Kulturen in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und dem Nachbarschaftsmuseum e.V.

Eintritt: frei

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Friseurgeschäft von Deborah Hill, 2009
Foto: Ute Franz-Scarciglia
© Museum Europäischer Kulturen
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