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Verein der
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Freunde
des Museums Europäischer Kulturen
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Johannes Pääsuke.
Mann mit zwei Kameras
Im Mittelpunkt der diesjährigen Kulturtage stehen
die vielfältigen Kontakte zwischen Esten, Dänen, Deutschen,
Juden, Letten, Russen, Schweden und Setu sowie die "Verwandtschaft"
mit Finnen und Ungarn, denn das Estnische gehört zur finno-ugrischen
Sprachgruppe. Lesungen, Musik, Vorträge, Filme und Führungen
bieten Information und Unterhaltung rund um das Thema Estland. In Zusammenarbeit mit dem Eesti Instituut in Tallinn zeigen
wir die Ausstellung "Johannes Pääsuke. Mann mit zwei Kameras",
die vom Eesti Rahva Muusem (Estnisches Nationalmuseum), Tartu, konzipiert
und entwickelt wurde. In der Ausstellung sind 90, z. T. sehr großformatige,
ethnographische Fotografien zu sehen, die einen lebhaften Einblick vermitteln
in die estnische Kultur zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Begleitveranstaltungen: Sa, 06.03.2004, 16.00 Uhr Liis Kolle, Theaterregisseurin aus Estland, liest aus Romanen und Erzählungen estnischer und deutscher Autoren, die einen literarischen Blick werfen auf die Lebenswelt und das Zusammenleben der Menschen in Estland. Die Mezzosopranistin Triin Ella, die von Eve-Riina Rannik begleitet wird, singt dazu Lieder aus Estland - mal fröhlich, mal melancholisch.
So, 07.03.2004, 11.30 Uhr Den größten Teil der rd. 600 Sachobjekte und ca. 100 Fotos und Postkarten aus Estland, die heute zum Bestand des Museums Europäischer Kulturen gehören, wurden 1936 im Rahmen einer Sammelreise erworben. Einige ausgesuchte Stücke dieser Sammlung ergänzen die Ausstellung ethnografischer Fotografien von Johannes Pääsuke, die vom Estnischen Nationalmuseum in Tartu entwickelt wurde. Von den Fotografien und Objekten ausgehend möchte die Führung einige Aspekte der estnischen Kulturgeschichte vermitteln.
Fr, 12.03.2004, 18.00 Uhr Reet Weidebaum ist Kulturattaché der Republik Estland. Sie hat an mehreren Theatern gearbeitet und stellt in ihrem Vortrag die Geschichte und die gegenwärtigen Entwicklungen des estnischen Theaters vor.
Sa, 13.03.2004, 16.00 Uhr In Zusammenarbeit mit dem Finnland-Institut in Deutschland
findet dieser Musikvortrag statt. Arja Kastinens musikalische Laufbahn
begann in Kaustinen, dem Ort des bekannten finnischen Volksmusikfestivals,
am dortigen Musikgymnasium. An der Sibelius-Akademie in Helsinki bzw.
deren Volksmusikabteilung erwarb sie Abschlüsse als "Magister
der Musik" (1994) und "Doktor der Musik" (2000). Seit mehr
als 15 Jahren ist die Künstlerin selbst als Dozentin ihres Faches
tätig. Zu ihren zahllosen Konzerten innerhalb Finnlands kamen Auftritte
in Deutschland, Schweden, Italien, Estland und den USA hinzu.
So, 14.03.2004, 16.00 Uhr Dieser sehr ruhige Film stellt in 24 Abschnitten wichtige Stationen im Leben von Arvo Pärt vor. Arvo Pärt, der international bedeutende Vertreter der Neuen Musik, wurde 1935 in Estland geboren und lebt seit 1981 in Berlin.
Fr, 26.03.2004, 18.00 Uhr Brigitte v. Engelhardt, Vorsitzende der Deutsch-Estnischen Gesellschaft Berlin, hat auf ihren zahlreichen Reisen durch Estland Impressionen von Land und Leuten gesammelt. Diese bieten einen interessanten Kontrast zu den historischen Aufnahmen Johannes Pääsukes vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
"Grenzen" ist das Thema der Autorenlesung mit
Maimu Berg aus Estland und Kristina Carlson aus Finnland. Maimu Berg,
geboren 1945, arbeitete als Journalistin einer estnischen Modezeitschrift,
bevor sie sich Ende der 1980er Jahre ganz dem Schreiben widmete. In Berlin
wird sie aus dem Roman "Ich liebte einen Russen" lesen und es
wird ein Auszug aus ihrer Erzählung "Die Lügnerin"
zu hören sein. Die Themen von Maimu Bergs Werken kreisen um zerbrochene
Liebe, tragische Leidenschaft und die Unmöglichkeit der Harmonie
in zwischenmenschlichen Beziehungen.
So, 28.03.2004, 16.00 Uhr
Fr, 02.04.2004, 18.00 Uhr Kaalu Kirme, Kunsthistoriker aus Tallinn, ist Spezialist für estnisches Silber. Er hat die Bestände des Museums Europäischer Kulturen 1999 im Rahmen einer Forschungsreise untersucht und berichtet in seinem Vortrag über die Traditionen des sog. estnischen Bauernsilbers. Dessen Herstellung, Motivik und Verbreitung stehen dabei im Vordergrund.
Tiiu Sepp, Kunsthandwerkerin aus Estland, stellt traditionelle Textiltechniken und Muster aus Estland in unterschiedlichen Stadien vor und erläutert die Herstellung.
Fr, 16.04.2004, 18.00 Uhr Aus der Sicht des Historikers erläutert Hain Rebas
die wechselvolle Geschichte Estlands und das Zusammenleben der Vertreter
verschiedener Kulturen. So stehen die Kontakte zwischen Esten, Dänen,
Deutschen, Juden, Letten, Russen, Schweden und Setu im Mittelpunkt dieses
Vortrages.
Der Film erzählt die Geschichte der jungen Diebin Margita. Als ihr der Boden unter den Füßen im lettischen Riga zu heiß wird, macht sie sich per Anhalter auf den Weg nach Estland
So, 18.04.2004, 11.30 Uhr: Irene Ziehe stellt das Werk Johannes Pääsukes vor und geht dabei auf die Besonderheiten der ethnographischen Fotografie ein.
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