|
Bericht Szczecin - Brandenburg
a. d. Havel -
Eisenhüttenstadt - Schwedt (Oder)
Drodzy Kolezanki i Koledzy, wielcy Przyjaciele naszego projektu!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde unseres Projektes!
Wie vorgesehen wurde die Ausstellung am Montag, dem 29. September,
von Christian Ahlers und Gerhard Weiduschat im Nationalmuseum in
Stettin abgebaut. Die Austellungstournee durch sechs polnische Städte
fand damit ihr vorläufiges Ende. Stanislaw Horoszko, Kustos
am Nationalmuseum dankte im Namen von Direktor Lech Karwowski noch
einmal sehr herzlich dafür, dass die Ausstellung in Szczecin
gezeigt werden konnte. Als Dank überreichte er eine CD-Rom
mit Aufnahmen der Ausstellung und der Eröffnungsfeier am 3.
September. Dankenswerterweise wurde der Rücktransport der Ausstellungsmaterialien
nach Berlin wieder mit Hilfe eines Fahrzeugs der Botschaft der Republik
Polen in Deutschland vorgenommen, so dass an der Grenze keine Wartezeiten
entstanden und der Transport schon am frühen Abend am Museum
Europäischer Kulturen in Berlin-Dahlem eintraf. Die beiden
folgenden Tage waren Reparaturarbeiten an den Ausstellungswänden
und dem Auftragen von Überschriften für die einzelnen
Abteilungen der Ausstellung gewidmet. Am Donnerstagmorgen stand
dann ein vom Rotary Club Brandenburg a. d. Havel freundlicherweise
zur Verfügung gestellter LKW vor der Tür, um die Ausstellung
an den ersten deutschen Ausstellungsort zu transportieren. Leider
war es uns trotz der außerordentlich intensiven Unterstützung
durch den Generalstaatsanwalt im Lande Brandenburg, Dr. Erardo Cristoforo
Rautenberg, nicht gelungen, die Bundeswehr zum durchgängigen
Transport unserer Ausstellung zu bewegen. Immerhin hatte sich aber
das Panzergrenadierbataillon 421 bereiterklärt, beim Abladen
der Ausstellung in Brandenburg behilflich zu sein, was dann auch
dankenswerterweise geschah.
Der Aufbau im Kreuzgang am Dom zu Brandenburg gestaltete sich wegen
des unebenen und stark abfallenden Bodens äußerst schwierig.
Fast dreimal länger als üblich waren Christian Ahlers
und Gerhard Weiduschat tätig; alle Ausstellungswände wurden
mit besonderen, in der Höhe stufenlos verstellbaren Füßen
versehen, um die Unebenheiten des Bodens auszugleichen. Extra aufgestellte
Strahler - auch hier ist dem Rotary Club und dem Museum im Frey-Haus
in Brandburg herzlich Dank zu sagen - konnten die schwierigen Lichtverhältnisse
im Kreuzgang verbessern.
Als dann am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, die Ministerin
der Justiz und für Europaangelegenheiten, Frau Barbara Richstein,
unsere Schirmherrinnen, das Mitglied unseres Beirates, Botschaftsrat
Dr. habil. Jan Rydel, der Präsident des Rotary Clubs Brandenburg,
Peter Willmann, und ich selbst vor etwa 400 Anwesenden die Ausstellung
im Dom zu Brandenburg durch die Enthüllung der Kopie des Gemäldes
von Dietrich Monten "Finis Poloniae oder Der Polen Abschied
vom Vaterlande 1831" feierlich eröffneten, erntete die
Ausstellung in ihrer leicht veränderten und verbesserten Form
wieder die Anerkennung der zahlreichen Betrachter. Ein Beitrag in
der Lokalausgabe der "Märkischen Allgemeinen" und
ein Artikel von Erardo C. Rautenberg im "Tagesspiegel"
hatten vorher bereits intensiv auf die Ausstellung hingewiesen.
Frau Ministerin Richstein ging in ihrer Rede zum Tag der Deutschen
Einheit auch auf unsere Ausstellung ein und wies angesichts des
bevorstehenden polnischen EU-Beitritts besonders auf die hier dargestellte
europäische Dimension hin. Dr. Rydel stellte in seinem kenntnisreichen
und humorvollen Beitrag die deutschen Polenlieder in den Mittelpunkt,
zitierte sie sowohl in polnischer als auch in ihrer ursprünglichen
deutschen Sprache und betonte in seiner Interpretation die aktuellen
Bezüge.
Bei sehr schönem Herbstwetter schloss sich ein langer Rundgang
in Anwesenheit des Ururenkels von Johann Georg August Wirth, dem
Mitinitiator des Hambacher Festes von 1832, Herrn Dr. Christof Müller-Wirth,
durch die Ausstellung an, bei dem ich die Ziele und auch einzelne
Exponate noch einmal gesondert erläuterte. Ein Empfang des
Rotary- und des Inner Wheel-Clubs Brandenburg beendete die gelungene
Veranstaltung.
Wie vorgesehen wurde die Ausstellung am Montag, dem 20. Oktober,
wieder mit Unterstützung durch Soldaten des Panzergrenadierbataillons
421 in Brandenburg an der Havel abgebaut und auf einen dankenswerter
zur Verfügung gestellten Lkw der Betriebsfeuerwehr der Firma
EKO-Stahl GmbH, Eisenhüttenstadt, verladen, die ja auch unser
Ausstellungsprojekt großzügig unterstützt hatte.
Der Transport verlief problemlos, so dass die Montage im Ausstellungsraum
des Rathauses von Eisenhüttenstadt am Dienstagabend abgeschlossen
werden konnte. Am Mittwoch, dem 22. Oktober, wurde im Beisein der
Stadtverordneten und des Arbeitsdirektors der Firma EKO-Stahl GmbH,
Rainer Barcikowski, die Ausstellung von Bürgermeister Rainer
Werner und dem Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes
Brandenburg, Steffen Reiche, eröffnet, dessen Redebeitrag wir
im Anhang dokumentieren. Ich selbst war dienstlich verhindert und
wurde von Herrn Generalstaatsanwalt Dr. Rautenberg vertreten. Herr
Weiduschat führte anschließend durch die Ausstellung.
Am 17. November holte ein Fahrzeug der Stadtverwaltung Schwedt,
die Ausstellung in Eisenhüttenstadt ab. Die Eröffnung
am Mittwoch in Schwedt (Oder) fand im Foyer des Neuen Rathauses
statt, das am selben Tag durch die feierliche Schlüsselübergabe
eröffnet worden war. In Vertretung des erkrankten Bürgermeisters
Peter Schauer nahmen Dezernent Lutz Herrmann und anstelle der dienstlich
verhinderten Ministerin der Staatsekretär im Ministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Christoph
Helm, die Eröffnung vor. Herr Herrmann verwies auf die enge
kulturelle Zusammenarbeit vor allem mit dem nahen Szczecin und freute
sich, eine so attraktive Ausstellung zur Eröffnung des Neuen
Rathauses zeigen zu können. Herr Dr. Helm nahm eine historische
Einordnung des Novemberaufstandes von 1830 vor und stellte Verbindungen
zu den entsprechenden Ereignissen in Griechenland, Frankreich und
Belgien her. Ich selbst verlas zunächst ein Grußwort
des leider ebenfalls dienstlich verhinderten Vorsitzenden der Deutsch-polnischen
Parlamentariergruppe, Markus Meckel, und führte dann nach kurzer
thematischer Einleitung die zahlreichen Anwesenden durch die Ausstellung.
Musikalisch wurde die Feierlichkeit untermalt von Mitgliedern der
"Musikschule J. A. P. Schulz", Schwedt, die stimmungsvoll
Lieder der Romantik zu Gehör brachten. Ein kleiner Umtrunk
beendete diesen sehr gelungen Abend. Mein besonderer Dank dafür
gilt der Abteilungsleiterin im Kulturdezernat, Frau Doris Schulze,
in deren Händen auch schon die gesamte vorbereitende Organisation
der Ausstellung gelegen hatte. Herr Micha Mehden von der "Galerie
im Ermelerspeicher" hatte Herrn Weiduschat beim Aufbau der
Ausstellung assistiert und ihm wertvolle Ratschläge gegeben.
Hinweisen darf ich Sie an dieser Stelle darauf, dass ich im Rahmen
der 10. Konferenz des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker
"Wanderungen: Künstler - Kunstwerk - Motiv -- Stifter",
die vom 25. - 28. September 2003 unter der Leitung von Prof. Dr.
Andrzej Tomaszewski und Prof. Dr. Dethard von Winterfeld im Instytut
Sztuki PAN und im Deutschen Historischen Institut in Warschau stattfand,
die Gelegenheit hatte über "Dietrich Montens Finis
Poloniae 1831' und seine Popularisierung nach dem niedergeschlagenen
Aufstand von 1831" zu berichten.
Heute nun möchte ich Sie schon auf unserer nächsten
Eröffnung aufmerksam machen: Wir sind erstmals im Freistaat
Sachsen zu Gast und werden
am Dienstag, dem 9. Dezember 2003, um 11.00 Uhr,
im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, Olbrichtplatz
2, 01099 Dresden.
in Anwesenheit polnischer und deutscher Gäste
den nunmehr schon vierten deutschen Standort der Ausstellung eröffnen
können. S. E. Der Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik
Polen, Herr Dr. Andrzej Byrt, hat sein Erscheinen bereits zugesagt.
Eine gesonderte Einladung wird noch ergehen.
Mit freundlichen Grüßen
Pozdrawiam serdecznie
Ihr
Konrad Vanja
Patronat/Schirmherrschaft/Parrainage:
S. E. Der Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Dr. Andrzej
Byrt.
S. E. Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, Dr.
Reinhard Schweppe.
Die Ministerin der Justiz und für Europaangelegenheiten des
Landes Brandenburg, Barbara Richstein
|