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Eröffnung am Donnerstag, dem 29.
April 2004, um 18.00 Uhr,
im Staatsarchiv Ludwigsburg,
Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg.
Drodzy Kolezanki i Koledzy, wielcy Przyjaciele naszego projektu!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde unseres Projektes!
Nach den rasch wechselnden Stationen der Ausstellung auf der Leipziger
Messe und in der Zitadelle Spandau in Berlin stand am 29. April
die Präsentation in Ludwigsburg an.
Der Leiter des Staatsarchivs Ludwigsburg, Dr. Peter Müller,
brachte die Ausstellung in Zusammenhang mit dem unmittelbar bevorstehenden
Beitritt Polens zur Europäischen Union. Er dankte dem Museum
Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin und seinem
Direktor dafür, dass diese Ausstellung entwickelt wurde und
nunmehr zum zweiten Mal in Südwestdeutschland zu sehen sei,
das traditionsreich mit dem Aufstandsgeschehen in Polen über
lange Zeit verbunden war. Mit dem Dank an die Ausstellungsgestalter
und die Mitarbeiter seines Hauses, die aus den Beständen des
Hauses wesentliche Aktenstücke zur Ausstellung beigesteuert
hätten, verband Müller die Hoffnung, dass die Ausstellung
ein Erfolg werde und möglichst viele Besucher fände.
Der Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft - Landesverband
Baden-Württemberg, Landtagsvizepräsident Frieder Birzele,
ging vornehmlich auf die aktuellen Diskussionen im deutsch-polnischen
Verhältnis ein - u. a. EU-Verfassung, Zentrum gegen Vertreibungen
- und stellte von hier aus einen Bezug zur Ausstellung her. Polen
habe sich fast immer mit mächtigeren Nachbarn auseinandersetzen
müssen und habe nun die Befürchtung, sich auch innerhalb
der EU Anderen unterwerfen zu müssen. Es deuteten sich jedoch
bereits positive Lösungsmöglichkeiten an. Außerdem
zeige die unmittelbar bevorstehende Ansprache von Bundespräsident
Rau vor beiden Kammern des polnischen Parlaments, welche große
Bedeutung Polen weiterhin den deutsch-polnischen Beziehungen zumesse.
Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg, Generalstaatsanwalt des Landes
Brandenburg und einer der Mitinitiatoren des Ausstellungsprojektes,
zitierte u. a. Zeitzeugen wie Theodor Fontane, Lubomir Gadon und
Ignacy Domeyko mit ihren positiven Bewertungen des deutsch-polnischen
Verhältnisses in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts.
Er wies daraufhin, dass das Land Brandenburg, das er hier zudem
vertrete, eine lange gemeinsame Grenze mit Polen habe und der Ministerpräsident
des Landes daher eigens einen Beauftragten für die Koordination
der polnisch-brandenburgischen Beziehungen installiert habe. Rautenberg
schloss mit dem Hinweis auf den genius loci der damaligen Zeit,
dass es auch in Ludwigsburg Unterstützung für die emigrierenden
Polen gegeben habe. Die Namen der damaligen Spender seien bekannt
und deren Nachfahren noch heute im aktuellen Telefonbuch von Ludwigsburg
verzeichnet. Eine Tradition des Helfens und der Solidarität,
wie Rautenberg abschließend bemerkte, an die es anzuknüpfen
lohne.
Das musikalische Rahmenprogramm wurde gestaltet von Michael Günther
(Homburg/Main), der Polonaisen von Söhnen Johann Sebastian
Bachs und von Michal Kleofas Oginski auf einem Mainzer Hammerklavier
aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert zu Gehör brachte.
Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung führten Dr.
Norbert Hofmann, der für ein eigens erstelltes Beiheft "Polen
und Württemberg 1830-1833" verantwortlich zeichnete, und
Gerhard Weiduschat interessierte Besucher noch durch die mit Dokumenten
aus Tübingen und Ludwigsburg erweiterte Ausstellung.
Die Ausstellung ist bis einschließlich Mittwoch, den 26.
Mai 2004, in Ludwigsburg zu sehen. Am Dienstag, dem 11. Mai 2004,
19.00 Uhr, wird Herr Prof. Dr. Dieter Langewiesche (Universität
Tübingen) in den Räumen des Staatsarchivs einen Vortrag
zum Thema "Polenbegeisterung in Südwestdeutschland 1830
- 1832" halten.
Abschließend bedanke ich mich nochmals sehr herzlich beim
Staatsarchiv Ludwigsburg, insbesondere bei Herrn Dr. Peter Müller,
Herrn Dr. Christian Keitel, Herrn Dr. Norbert Hofmann und Frau Gunda
Constantin für die Präsentation der Ausstellung in Ludwigsburg,
verweise schon hier auf die nächste Eröffnung in Zusammenarbeit
mit dem Deutschen Polen-Institut im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt
am 28. 5. 2004, 17 Uhr, und bleibe
mit freundlichen Grüßen/pozdrawiam serdecznie
Ihr Konrad Vanja
Mehr zu unserer Ausstellung unter:
www.foederales-programm.de
Patronat/Schirmherrschaft/Parrainage:
S. E. Der Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Dr. Andrzej
Byrt.
S. E. Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, Dr.
Reinhard Schweppe.
Die Ministerin der Justiz und für Europaangelegenheiten des
Landes Brandenburg, Barbara Richstein
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