Ausstellung
"Frühling im Herbst/Wiosna jesienia/Le printemps en automne"

Vom polnischen November zum deutschen Mai. Das Europa der Nationen 1830-1832.
Ausstellung des Museums Europäischer Kulturen Staatliche Museen zu Berlin

in Verbindung mit dem Bundesarchiv - Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte
Verein der  
 Freunde des Museums Europäischer Kulturen

 

 Museumsveranstaltungen 

Eröffnung am Donnerstag, dem 29. April 2004, um 18.00 Uhr,
im Staatsarchiv Ludwigsburg,
Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg.

Drodzy Kolezanki i Koledzy, wielcy Przyjaciele naszego projektu!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde unseres Projektes!

Nach den rasch wechselnden Stationen der Ausstellung auf der Leipziger Messe und in der Zitadelle Spandau in Berlin stand am 29. April die Präsentation in Ludwigsburg an.

Der Leiter des Staatsarchivs Ludwigsburg, Dr. Peter Müller, brachte die Ausstellung in Zusammenhang mit dem unmittelbar bevorstehenden Beitritt Polens zur Europäischen Union. Er dankte dem Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin und seinem Direktor dafür, dass diese Ausstellung entwickelt wurde und nunmehr zum zweiten Mal in Südwestdeutschland zu sehen sei, das traditionsreich mit dem Aufstandsgeschehen in Polen über lange Zeit verbunden war. Mit dem Dank an die Ausstellungsgestalter und die Mitarbeiter seines Hauses, die aus den Beständen des Hauses wesentliche Aktenstücke zur Ausstellung beigesteuert hätten, verband Müller die Hoffnung, dass die Ausstellung ein Erfolg werde und möglichst viele Besucher fände.

Der Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft - Landesverband Baden-Württemberg, Landtagsvizepräsident Frieder Birzele, ging vornehmlich auf die aktuellen Diskussionen im deutsch-polnischen Verhältnis ein - u. a. EU-Verfassung, Zentrum gegen Vertreibungen - und stellte von hier aus einen Bezug zur Ausstellung her. Polen habe sich fast immer mit mächtigeren Nachbarn auseinandersetzen müssen und habe nun die Befürchtung, sich auch innerhalb der EU Anderen unterwerfen zu müssen. Es deuteten sich jedoch bereits positive Lösungsmöglichkeiten an. Außerdem zeige die unmittelbar bevorstehende Ansprache von Bundespräsident Rau vor beiden Kammern des polnischen Parlaments, welche große Bedeutung Polen weiterhin den deutsch-polnischen Beziehungen zumesse.

Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg, Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg und einer der Mitinitiatoren des Ausstellungsprojektes, zitierte u. a. Zeitzeugen wie Theodor Fontane, Lubomir Gadon und Ignacy Domeyko mit ihren positiven Bewertungen des deutsch-polnischen Verhältnisses in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts. Er wies daraufhin, dass das Land Brandenburg, das er hier zudem vertrete, eine lange gemeinsame Grenze mit Polen habe und der Ministerpräsident des Landes daher eigens einen Beauftragten für die Koordination der polnisch-brandenburgischen Beziehungen installiert habe. Rautenberg schloss mit dem Hinweis auf den genius loci der damaligen Zeit, dass es auch in Ludwigsburg Unterstützung für die emigrierenden Polen gegeben habe. Die Namen der damaligen Spender seien bekannt und deren Nachfahren noch heute im aktuellen Telefonbuch von Ludwigsburg verzeichnet. Eine Tradition des Helfens und der Solidarität, wie Rautenberg abschließend bemerkte, an die es anzuknüpfen lohne.

Das musikalische Rahmenprogramm wurde gestaltet von Michael Günther (Homburg/Main), der Polonaisen von Söhnen Johann Sebastian Bachs und von Michal Kleofas Oginski auf einem Mainzer Hammerklavier aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert zu Gehör brachte.
Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung führten Dr. Norbert Hofmann, der für ein eigens erstelltes Beiheft "Polen und Württemberg 1830-1833" verantwortlich zeichnete, und Gerhard Weiduschat interessierte Besucher noch durch die mit Dokumenten aus Tübingen und Ludwigsburg erweiterte Ausstellung.

Die Ausstellung ist bis einschließlich Mittwoch, den 26. Mai 2004, in Ludwigsburg zu sehen. Am Dienstag, dem 11. Mai 2004, 19.00 Uhr, wird Herr Prof. Dr. Dieter Langewiesche (Universität Tübingen) in den Räumen des Staatsarchivs einen Vortrag zum Thema "Polenbegeisterung in Südwestdeutschland 1830 - 1832" halten.

Abschließend bedanke ich mich nochmals sehr herzlich beim Staatsarchiv Ludwigsburg, insbesondere bei Herrn Dr. Peter Müller, Herrn Dr. Christian Keitel, Herrn Dr. Norbert Hofmann und Frau Gunda Constantin für die Präsentation der Ausstellung in Ludwigsburg, verweise schon hier auf die nächste Eröffnung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Polen-Institut im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt am 28. 5. 2004, 17 Uhr, und bleibe

mit freundlichen Grüßen/pozdrawiam serdecznie

Ihr Konrad Vanja


Mehr zu unserer Ausstellung unter:
www.foederales-programm.de

 

Patronat/Schirmherrschaft/Parrainage:
S. E. Der Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Dr. Andrzej Byrt.
S. E. Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, Dr. Reinhard Schweppe.
Die Ministerin der Justiz und für Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, Barbara Richstein

>>> zurück zu Museumsveranstaltungen

>>> Einladung Brüssel
>>> Einladung Darmstadt
       Ludwigsburg-Bericht

>>> Einladung Ludwigsburg
>>> Programm Spandau
>>> Einladung Spandau
>>> Einladung Leipzig
>>> in der Presse: Rastatt
>>> Brandenburg-Bericht
>>> Szczecin-Bericht
>>> Einblicke Ausstellung
>>> Eröffnung Ausstellung
>>> Swinemünde-Bericht
>>> Gorzów-Bericht
>>> Breslau-Posen-Bericht
>>> Einladung Breslau
>>> Beschreibung
>>> Termine
>>> Impressum etc

>>> Museum 
Europäischer Kulturen 
zurück zur Startseite