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Bericht Gorzów -
Swinoujscie
Drodzy Kolezanki i Koledzy, wielcy Przyjaciele naszego projektu!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde unseres Projektes!
Wie vorgesehen wurde die Ausstellung am Montag, dem 4. August,
von zwei Mitarbeitern der Regionalen Postverwaltung in Gorzów
(Landsberg/Warthe) und dem Kurator des Projektes, Gerhard Weiduschat,
abgebaut. Der Direktor der Postverwaltung, Stanislaw Kisiel, bedankte
sich noch einmal dafür, dass er "diese hervorragende,
nicht alltägliche Ausstellung" in seinen Räumen beherbergen
durfte. Ihm, seinen Mitarbeiterinnen Katarzyna Piasta und Elzbieta
Kaczmarczyk, die noch einen Presseartikel zur Ausstellung überreichten,
den wir im Anhang dokumentieren, sowie Malgorzata Pieluszczak vom
Büro für Stadtmarketing in Gorzów sei noch einmal
ganz herzlich für die große organisatorische Unterstützung
des Projekts und die gelungene Gestaltung der Eröffnungsfeier
gedankt.
Auch in Gorzów waren wieder fünf polnische Soldaten
mit einem Lastwagen zur Stelle, verluden und sicherten die Ausstellungswände
mit der gebotenen Vorsicht und so konnte sich kurz nach 11.00 Uhr
der kleine Konvoi mit dem Militärlastwagen und dem Privatwagen
von Herrn Weiduschat, in dem drei der Soldaten mitfuhren, in Richtung
Swinoujscie (Swinemünde) in Bewegung.
Nachdem aufgrund besonderer "Bescheinigungen" die Wartezeit
auf die obligatorische und zur Urlaubszeit natürlich stark
frequentierte Fähre zur Insel Usedom (Uznam) erheblich verkürzt
werden konnte, traf der Transport am frühen Nachmittag am Städtischen
Kulturhaus (Miejski Dom Kultury) ein und der Lastwagen konnte sofort
entladen werden.
Der Aufbau der Ausstellung im großzügig bemessenen Sportsaal
des Kulturhauses fand am Dienstag statt, wobei zwei Mitarbeiter
des Kulturhauses wertvolle Unterstützung leisteten.
Bei der kleinen Eröffnungsfeier am Mittwoch war es wieder
erstaunlich zu sehen, wie diese Ausstellung in ihrer eleganten Gestaltung
und mit ihren populären Aussagen mit großer Aufmerksamkeit
und vielfachem Erstaunen aufgenommen wird. Schon während des
Vorgesprächs hatte sich die Leiterin des Kulturhauses, die
Musikerin und Dirigentin Barbara Okon, sehr positiv über die
Ausstellung geäußert.
Sie begrüßte auch mit freundlichen Worten die Anwesenden
bei der Eröffnungsfeier und meinte, dass es eine solch historisch
interessante Ausstellung in diesem Umfang in Swinoujscie noch nicht
gegeben habe. Sie bedankte sich herzlich für die großzügige
Präsentation und bat Dr. Manfred Hiltner, Staatssekretär
im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes
Mecklenburg-Vorpommern um ein Grußwort, das wir im Anhang
dokumentieren. Für die Stadt Swinoujscie dankte mit herzlichen
Worten der Stellvertretende Stadtpräsident Ryszard Kowalski.
Ich selbst führte in meiner kurzen Einführung bezugnehmend
auf den neuen Standort unter anderem aus, dass die Thematik unserer
Ausstellung "Frühling im Herbst" ein kleiner Leuchtturm
in einer sonst vielfach dunklen Geschichte in den Beziehungen beider
Länder sei.
Besonders positiv vermerkt wurde, dass wir eigens für den Ausstellungsort
Swinoujscie der Ausstellung zwei Tafeln hinzugefügt haben.
Theodor Fontane, dem wir viele literarische Zeugnisse zu Polen und
dem polnischen Schicksal verdanken, ging 1831 in Swinemünde
zur Schule und erlebte hier den November-Aufstand und seine Folgen
aus der Ferne. Später hat er sich in seinem "Autobiographischen
Roman" Meine Kinderjahre an diese Zeit erinnert. Dorota Kownacka
hat die entsprechende Passage freundlicherweise ins Polnische übertragen,
Christian Ahlers die beiden Texttafeln für die Ausstellung
vorbereitet. Ich nahm daher die Gelegenheit wahr, aus diesem Text
zu zitieren und insbesondere auf das lange noch in Deutschland bekannte
Lied "Denkst Du daran, mein tapfrer Lagienka"(nach Karl
von Holtei) hinzuweisen, das fast bis zur Jahrhundertwende - gegen
den politischen Trend der Zeit - die Erinnerung und die emotionale
Anteilnahme am polnischen Schicksal wach hielt.
Swinemünde war ein schönes und ergreifendes Erlebnis:
man äußerte sich verwundert darüber, wie eine solch
"patriotische Ausstellung" - davon war mehrfach die Rede
- ausgerechnet aus Deutschland kommen könne. Wenn wir "patriotisch"
auch mit engagiert übersetzen, ist das ein großes Kompliment.
Mit der Enthüllung des Bildes von Dietrich Monten, das von
den Gastgebern mit einer polnischen Fahne verhüllt worden war,
wurde die Ausstellung in Swinoujscie feierlich eröffnet.
Langsam geht unsere Ausstellungslinie auf der polnischen Seite
zu Ende. Deshalb würde ich mich freuen, Sie bei der Eröffnung
an unserem letzten polnischen Standort,
am Mittwoch, dem 3. September 2003,
um 17.00 Uhr,
im Muzeum Narodowe, Oddzial Muzeum Morskie,
ul. Waly Chrobrego 3, 70-502 Szczecin
begrüßen zu können und verbleibe mit freundlichen
Grüßen Pozdrawiam serdecznie
Ihr
Konrad Vanja
Patronat/Schirmherrschaft/Parrainage:
S. E. Der Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Dr. Andrzej
Byrt.
S. E. Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, Dr.
Reinhard Schweppe.
Die Ministerin der Justiz und für Europaangelegenheiten des
Landes Brandenburg, Barbara Richstein
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