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Unterschrift zu Blatt XIV/1
1798. Das Denkmal des Bankiers Schütze, errichtet in der Kirche
zu Schöneiche, von welchem Orte derselbe Gutsherr war, solches
durch den Bau eines Landhauses verschönerte und durch vielen
neuen Anbau und Pflanzungen zu einem der angenehmsten Landorte um
Berlin erhob.
Die Figur ist durch den Anker als die Hoffnung bezeichnet; am Fußgestelle
sind in halb erhabener Arbeit zu sehen die Embleme des Ackerbaues
und der Viehzucht. Der Text hierüber enthält mehrere historische
Data.
[Quelle siehe: Schadow über Schütze]
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Text Schadow über Schütze
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Inschrift
auf dem Denkmal:
FRIEDRICH WILHELM SCHÜTZE
GEB. DEN IX. JULI MDCCVII
GEST. DEN II. DEC. MDCCLXXXIV
KOENIGL. GEH. KOMMERZIEN RATH U. BANQUIER
GUTER HAUSVATER, REDLICHER GESCHÄFTSMANN
STÜTZE DER DÜRFTIGEN
IHM DANKT DIESES DORF ANMUTH U WOHLSTAND
IHN EHREN DANKBARE NACHKOMMEN
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Schloß Schöneiche
brannte aus ungeklärter Ursache 1948 ab, und danach wurden
die Ruinen abgerissen.
Verblieben sind: die traurigen Reste der Orangerie
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Details zur Geschichte
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Nicht immer ist es dem Verein
möglich, eine Exkursion in die Gegend zu unternehmen, aus der
Das Objekt kommt, für dessen Restaurierung wir um Spenden bitten.
Diesmal geht es
- sogar problemlos.
Das Kleid, für dessen
resaturierung wir in diesem Jahr sammelten, wurde in
Schloß Schöneiche bei Berlin getragen.
Wie sah es in der Zeit und
in der Gegend aus, als dieses Kleid getragen wurde?
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Von Schöneiche
aus fuhren wir nach Steinhöfel, wo wir einen kurzen
Rundgang durch den Park unternahmen und das prachtvoll restaurierte
Schloß ansehen konnten, an dem ein Jahrhundert Baugeschichte
in Preußen abzulesen ist.
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Bibliothekspavillon
im Park
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Sphingen mit
Putten
rechts und links des Eingangstores
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Der
Ort gehörte vom 14. Jahrhundert an bis zum Jahre 1774 der Familie
von Wulffen. In der Dorfkirche finden sich eine Reihe vorzüglicher
wappengeschmückter Epitaphien dieser Familie; auch die Kanzel,
der Altar wie auch die Taufe sind von ihr gestiftet. In der Regel
hatte der Gutsbesitzer das Patronat über die Kirche inne, d.h.
er war für den Erhalt, die Ausstattung und die Bezahlung des
Pfarrers zuständig.
Die Familie von Wulffen stammt ursprünglich aus dem Bayerischen,
hat sich dann aber rasch in den deutschen Kolonisationsgebieten östlich
der Elbe ausgebreitet.
1788 erwarb der preußische Staatsminister Joachim Graf von Blumenthal
das Anwesen. Dessen Tochter Charlotte (1766 - 1835) heiratete |
Parkseite des Schlosses
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Aquatintablatt nach Aquarellen von
Friedrich Gilly
aus:
Ernst Badstübner: Brandenburg, Zwischen Elbe und
Oder - Kunst und Geschichte des norddeutschen Binnenlandes,
DuMont Buchverlag Köln, 1993
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1788 Valentin
von Massow (1752 - 1817), Königlich Preußischer Obermarschall
und Intendant Königlichen Schlösser und Gärten.
Er ließ ein neues Herrenhaus bauen und verpflichtete dafür
keinen geringeren als David Gilly, der zwischen 1790 und 1795 ein
neues Herrenhaus erbaute.
Gilly schuf auch die in Form eines antiken Tempels erbaute Bibliothek.
Unter ihr findet man den Keller des alten, von der Familie von Wulffen
erbauten Herrenhauses, ein wohlfundiertes Tonnengewölbe, das
keiner der Forscher bisher beachtete. Es wurde im Dreißigjährigen
Krieg arg
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zerstört.
Da die Familie von Wullffen im relativ nahe gelegenen Madlitz ein
unzerstörtes Haus zum Leben zur Verfügung hatte, bestand
kaum Interesse daran, das Haus in Steinhöfel wieder aufzubauen.
Um 1840 wurde das von Gilly erbaute Haus um ein Stockwerk erhöht
und die von Zinnen bekrönten Turmaufsätze angebracht. Bauherr
war der Staatsminister Ludwig von Massow (1794 - 1859).
1880 ließ dessen Sohn Anton von Massow (1831 - 1921), Königlich
Preußischer General der Infanterie, den Mittelteil des Herrenhauses
durch |
Hinzufügung
eines Balkons und mehrerer Kolossalpilaster neobarock umbauen.
Der heute noch großartige Park ist wohl ein Werk des Johann
Gottfried Eyserbeck (1762 - 1801). Hier befinden sich zwei interessante
Pferdegräber; der einst bestehende Hundefriedhof wurde leider
eingeebnet.
G.Z. |
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Von Steinhöfel geht es
nach Bärwinkel, wo uns der Berliner Architekt Frank
Augustin eines der frühesten Bauwerke Schinkels erläutern
wird, das Meier- und Molkehaus. Das Bauwerk
"ist in programmatischer Rundbogen-Architektur gehalten. ...."
Goerd Peschken über Bärwinkel in: Ernst
Badstübner, Uwe Albrecht (Hrsg), Backsteinarchitektur in Mitteleuropa
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kompletter Text
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außen
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" ...
wir zweifeln nicht daran beim Anblick des Gebäudes selbst sofort
der festen Uberzeugung Platz machen würde: dies ist von
Schinkel und von niemand andrem. ..... Ich neige mich sogar
der Ansicht zu, daß die Verwendung von Schlacke und Raseneisenstein
.... allein schon als Beweis dafür dienen darf, daß der
Bau von Schinkel herrühren muß. ... "
Theodor Fontane über Bärwinkel
in: Wanderungen
durch die Mark Brandenburg
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kompletter Text
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innen
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aus dem Flyer des
Fördervereins:
Lageplan Vorwerk Bärwinkel
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Fotos: Dr.Gerd-H.
Zuchold
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Käseregale
im Erdgeschoss
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Holzrahmen
des Rundfensters (Okulus) des Obergadens
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freigelegte
Decke
des Saales im Obergeschoss
mit massiver Stakung
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freigelegtes
Fachwerk im Obergeschoss
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Bordüre
aus dem spätesten
19. Jahrhundert
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Den Schluß
bildete der Besuch der Komturei Lietzen, eines Gutshofes,
der dem Johanniterorden gehörte und 1814 von König Friedrich
Wilhelm III. von Preußen dem Staatskanzler Fürst Hardenberg
geschenkt wurde.
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Herrenhaus
der Kompturei |
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Taufengel
von 1730
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mit Hand
und
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Fuß
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Die bekannten Decken
italienischer Stuckateure vom Ende des 17. Jahrhunderts
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Die Exkursion endete mit einem
gemeinsamen Imbiß im Gasthaus Am Rehhage an der Kersdorfer
Schleuse bei Briesen.
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