Sonderausstellung
Menschenbild und „Volksgesicht“.
Porträtfotografie zwischen Konstruktion und Propaganda

8. Juli 2005 bis 30. Oktober 2005
Eröffnung: 7. Juli 2005, 19.00 Uhr

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Benningen
Mark

Marcel D’Apuzzo: Aus der Serie: Unser neues Volksgesicht, 2005

Porträtfotografien aus den 1930er und 40er Jahren bilden einen wesentlichen, nichtsdestotrotz vielfach umstrittenen Sammlungsakzent vieler Museen, so auch des Museums Europäischer Kulturen. Gerade an der Porträtfotografie entzünden sich Diskussionen. Wie ideologielastig und konstruiert sind diese Aufnahmen? Welche Bedeutung hatten sie in ihrer Zeit? Wieweit prägten sie als „wahres Volksgesicht“ die Gesellschaft und grenzten Menschen aus dem gesellschaftlichen Verbund aus? Sind Fotografien inhaltlich und ästhetisch an ihre Zeit gebunden oder ändert der Zeitgeist auch die Perspektive der Aufnahmen? Die Ausstellung geht diesen Fragen am Beispiel der Fotografin Erna Lendvai-Dircksen – und anderer bekannter Lichtbildner der Zeit – mit ihren massenhaft in Büchern und Zeitschriften publizierten Fotografien nach. Sie präsentiert einen wichtigen Zeitabschnitt der visuellen Kultur, die bis heute Wirkung zeigt. Im Vergleich dazu wird die Vielfalt von heutigen Menschenbildern in einer großflächigen Installation deutlich: Sie zeigt einmal mehr, wie absurd die Suche nach einem „Volksgesicht“ in Deutschland war und ist.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Institut Kunst im Kontext der Universität der Künste. Sie ergänzt die Ausstellung. „Die Stunde Null – ÜberLeben 1945“, die bis zum 16.4.2006 in den Museen Dahlem, Bruno-Paul-Bau, zu sehen ist. Das Begleitprogramm sowie Fotos stehen auf Anfrage zur Verfügung.

“Dithmarscher Bauernsohn“
“Jugend aus altem Stamm“
Erna Lendvai-Dircksen, Blatt 47770 und Blatt 47771 aus dem Verlagsarchiv Volk und Welt, im Bestand des Museums Europäischer Kulturen; publiziert in: Das deutsche Volksgesicht, Band Schleswig-Holstein, Gauverlag Bayreuth 1939

Der Katalog zur Ausstellung:

Falk Blask, Thomas Friedrich (Hg.), Menschenbild und Volksgesicht.
Positionen zur Porträtfotografie im Nationalsozialismus, Sonderheft der
Berliner Blätter. Ethnographische ethnologische Beiträge 36/2005, LIT
VERLAG Münster-Hamburg-Berlin-London 2005
ISBN 3-8258-8697-2, ISSN 1434-0542

9,90 € + Porto + Versand
Bestellung auch online möglich


Museum Europäischer Kulturen
Bruno-Paul-Bau
Arnimallee 25
14195 Berlin

Tel. 030-83901-287
Fax 030-83901-283

Öffnungszeiten:
Di – Fr 10 – 18 Uhr
Sa + So 11 – 18 Uhr
Eintritt:
4 €, erm. 2 € Donnerstags freier Eintritt von 14 – 18 Uhr
Gebühr für alle Öffentlichen Führungen: 3 €

Verkehrsverbindungen:
Metro: U 3 Dahlem Dorf, Bus X11, 110, X 83

www.smb.museum/mek

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